Privatversicherte & Selbstzahler
Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Allergologie, Phlebologie, Lymphologie, ambulantes Operieren
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22147 Hamburg

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Richtiger Sonnenschutz:
Hautkrebs vermeiden • Sonnenallergien vorbeugen

Wir brauchen die Sonne zum Leben, zum Wohlfühlen, für die Seele sowie zum Knochenaufbau und zur Vitamin D-Bildung. Unsere Haut schützt sich vor Schäden mit Pigmentierung und eine sog. Schwielenbildung, d.h. eine Verdickung der obersten Hornhautschicht.
Als Eigenschutzzeit gilt die Zeitspanne, die bei starker Sonneneinstrahlung ohne Schutzmaßnahmen eine gerade sichtbare Hautrötung hervorruft.
Da die Menschen dieser Erde unterschiedlich pigmentiert sind, ist es somit auch ihr Sonnenschutzmechanismus.

Hier stehen kurz die 4 Hauttypen nach Fitzpatrik aufgeführt:

  • Typ I:

    Helle Haut, Sommersprossen, blondes oder rotes Haar (sog. keltischer Typ)
    Eigenschutzzeit 10 Minuten
  • Typ II:

    Helle Haut, helle Haare, schwache Pigmentierung (hellhäutiger europäischer Typ)
    Eigenschutzzeit 15 Minuten
  • Typ III:

    Leicht getönte Haut, brünettes Haar (dunkelhäutiger europäischer Typ)
    Eigenschutzzeit 20 Minuten
  • Typ IV:

    Braune Haut, dunkle Haare (mediteraner Typ)
    Eigenschutzzeit 30 Minuten

Die Bilder sind freundlicherweise von La Roche-Posay zur Verfügung gestellt worden.

Der auf der Erde wirksame Ultraviolettbereich wird in UVA- und UVB-Strahlen unterteilt. UVA-Licht führt zur Bräunung, aber auch zur vorzeitigen Hautalterung.
UVB-Licht verursacht den Sonnenbrand und die Hautrötung sowie eine sehr langsame Bräunung.
Der Schutz- und Reperaturmechanismus der Haut versagt, wenn er ständig überfordert wird.
Die weltweit steigende Zahl der Melanomerkrankungen (schwarzer Hautkrebs) wird ebenfalls darauf zurückgeführt.

 

Empfehlungen sinnvoller Sonnenschutzmaßnahmen:

  • Meiden Sie die Sonne, besonders um die Mittagszeit!
  • Gewöhnen sie sich allmählich an die Sonne und tragen Sie dunkle, dicht gewebte Kleidung.
  • Trockene Kleidung - im nassen Zustand haben Textilien eine um ca. 50% gesteigerte Lichtdurchlässigkeit.
  • Mittlerweile können Sie auch in Deutschland lichtdichte Kleidung kaufen, die mit dem Gütesiegel UPF (Ultraviolett-Protection-Factor 40) ausgezeichnet ist z.B. bei folgenden Firmen:
    hyphen, Tel.: 089 - 273 701 29
    Jako-O, Tel.: 01805 - 246 810
    SAFE SUNWEAR, Tel.: 05156 - 780447
  • Einige Hersteller bieten Kleidung mit einer kleinen Sonne an. Das bedeutet, dass die Kleidung eine Sonnenschutzwirkung von mindestens Factor 40 hat und somit einen Sonnenbrand, auch unter extremen Bedingungen ausgeschlossen ist.
  • Achten Sie auch auf eine Kopfbedeckung (für Kinder mit Schirm und Nackenschutz) und vergessen Sie nicht eine UV-schutztaugliche Sonnenbrille zu tragen.
  • Cremen Sie sich ca. 30 Minuten vor einem geplanten Sonnenbad mit einem Lichtschutzmittel dick ein, anfangs mit einem Lichtschutzfaktor von 20 bis 30.
  • Für die Lippen ist ein Lichtschutzfaktor von 30, besonders zur Herpesprophylaxe zu empfehlen.
    Ist ein Bad vorgesehen, sollte es ein wasserfestes Lichtschutzmittel sein.

Neu ist ein Sonnenschutz zum Schlucken.
Die einmaltgl. einzunehmende Tablette enthält neben Betacarotin und grünen Tee als Hauptwirkstoff den Extrakt aus einer südamerikanischen Farnart. Eigene Erfahrungen zu diesem Präparat liegen nicht vor.

Unterschätzen Sie nicht die Strahlungsintensität im Schatten oder bei bewölktem Himmel.
Achten Sie darauf, ob Medikamente, die Sie eventuell einnehmen, sich mit der Sonne vertragen.

Zusammenfassend für den optimalen Lichtschutz gilt :

Meiden • Kleiden • Cremen

Bewertung: 5 / 5

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