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Krampfadern trotz OperationWenn Krampfadern trotz erfolgter Operation immer wieder kommen, kann die Ursache in äußerlich nicht sichtbaren, erweiterten Venen im kleinen Becken, in dem auch die Eierstöcke liegen, zu finden sein.

Während der Schwangerschaft erhöht sich die Blutfülle im kleinen Becken und die Produktion der Sexualhormone. Beides kann zur Erweiterung der Venen im kleinen Becken führen. In den Venen wird das verbrauchte Blut aus dem Körper zum Herzen transportiert und über die Lunge wieder mit Sauerstoff angereichert. Damit das Blut nicht in die falsche Richtung fließen kann, sind alle Venen des Körpers in Abständen mit Segelklappen ausgestattet.

Diese Klappen sind auf den normalen Durchmesser der Venen abgestimmt. Wenn die Venen sich jedoch durch die erhöhte Blutfülle und Hormonproduktion erweitern, können die Klappen das Lumen der Venen nicht mehr abdichten, und es kommt zur Bildung von Krampfadern

Mit der Anzahl der Schwangerschaften steigt dieses Risiko.

Diese Krampfadern im kleinen Becken sind äußerlich nicht sichtbar und werden daher häufig nicht in die Diagnosefindung einbezogen.
Hinweisend sind Unterleibsschmerzen oder Schweregefühl in den Beinen, für die sonst keine Erklärung gefunden werden kann. Sie verstärken sich oft während der Regelblutung. Manchmal treten auch Beschwerden beim Wasserlassen auf.

Diese Krampfadern im kleinen Becken füllen die Beinvenen immer wieder erneut von oben auf und führen so zur Bildung neuer Krampfadern in den Beinen. Das ist auch eine mögliche Erklärung dafür, wenn  bei Frauen, bei denen schon, z.T. sogar mehrfach,  Krampfadern operiert worden sind, immer wieder neue auftreten.
Die Diagnostik war bisher teuer und aufwändig. Sie erfolgte durch eine Katheteruntersuchung mit Kontrastmitteln, die nur an spezialisierten Zentren in Deutschland möglich ist.

Jetzt haben Mediziner der Ruhr-Universität in Bochum eine einfache und preiswerte Methode dafür gefunden. Sie machen sich die Tatsache zu Nutze, dass das Blut im kleinen Becken von den Eierstöcken mit dem Sexualhormon Östrogen angereichert wird. Wenn sich jedoch im kleinen Becken Krampfadern gebildet haben, sackt das Blut in die Beine ab und erhöht dort den Östrogenspiegel gegenüber dem übrigen Blut im Körper. Durch einen einfachen Vergleichstest  des Blutes aus dem Arm und dem Bein, kann jetzt der Verdacht auf eine Krampfaderbildung im kleinen Becken, die sog. pelvine venöse Insuffizienz, erhärtet werden. Nur bei den Frauen, bei denen der Östrogenspiegel aus dem Blut der Beinvene deutlich höher ist als aus der Armvene sollte eine weiterführende Diagnostik veranlasst werden. Bei der dann erforderlichen Katheteruntersuchung können die Krampfadern gleich mit verödet werden.

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