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Badedermatitis, ZerkariendermatitisIn den Seen und Flachgewässern Mitteleuropas und Nordamerikas schwärmen bei Temperaturen über 24 Grad wieder die Zerkarien aus. Zerkarien sind die Larven von Saugwürmern, deren Zwischenwirte Süßwasserschnecken sind. Ihre Endwirte sind Wasservögel, meistens Enten.
Sie können in die nasse Haut des Menschen eindringen und juckende Quaddeln verursachen.

Bei Erstkontakt verläuft die Reaktion der Haut meistens sehr milde, steigert sich aber mit zunehmender Kontakthäufigkeit. Die stark juckenden Quaddeln treten 10 bis 25 Stunden nach dem Eindringen der Zerkarien am ganzen Körper auf und sind mit quälendem Juckreiz verbunden. Sie werden deswegen auch Entenflöhe, Wasser- oder Weiherhippeln genannt.

Da der Mensch ein Fehlwirt ist, sterben die Zerkarien in der Haut ohne spezielle Therapie ab. In sehr seltenen Fällen kann es zu Fieber oder Schocksymptomen kommen, die eine sofortige Notfallbehandlung erfordern.
Im Allgemeinen beträgt die Krankheitsdauer 10 bis 20 Tage. Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch mit juckreizstillenden Lotionen, bedarfsweise auch mit Tabletten.

Der sicherste  Schutz ist der Verzicht auf das Baden in Flachgewässern bei Temperaturen über 24 Grad.
Ansonsten empfiehlt es sich, keine Enten zu füttern, um die Kotmenge niedrig zu halten und pflanzenreiche Uferzonen zu meiden.
Nach dem Baden ist sofortiger Kleiderwechsel und kräftiges Abtrocknen der Haut sinnvoll, um noch nicht eingedrungene Zerkarien abzureiben. Da Wärme und Reibung den Juckreiz verstärken, ist von heißen Bädern, Duschen o.ä. sowie kräftigem Abfrottieren abzuraten.
Das Eincremen mit wasserfesten Sonnencremes soll einen gewissen Schutz gewähren.

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