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Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Allergologie, Phlebologie, Lymphologie, ambulantes Operieren
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Neue Behandlung der aktinischen Keratosen, dem sog. weißen Hautkrebs, mit der photodynamischen Therapie mit Tageslicht (Daylight PDT)

Diese Behandlung eignet sich besonders für flächenhafte Befunde, die sog. Feldcancerisierung, z.B. an der Stirn, im Glatzenbereich und auch im übrigen Gesicht. In solchen Fällen fühlt man viele kleine, leicht gerötete Rauigkeiten, die oft gar nicht sicher voneinander abzugrenzen sind und die man gar nicht einzeln behandeln kann.

Bei der klassischen PDT, wie sie bisher durchgeführt wurde, wird, nachdem man die stärker schuppenden oder verhornten Stellen mit einem scharfen Löffel oder einer Kürette abgetragen hat, eine lichtsensibilisierende Salbe aufgetragen. Dann mussten alle behandelten Bereiche für 3 Stunden luft- und lichtdicht abgedeckt werden und danach je nach Gerät 10 bis 30 Minuten bestrahlt werden. Diese Bestrahlung ist mit den am häufigsten angewandten Geräten sehr schmerzhaft, so dass einige Praxen sie sogar in Vollnarkose ausführen und viele Patienten die Therapie wegen der starken Schmerzhaftigkeit abbrechen.

Bei der Daylight-PDT fällt die Abdeckung mit Folie und lichtdichtem Verband weg, es muss nach dem Auftragen der lichtsensibilisierenden Salbe keine 3 Stunden gewartet werden, und statt sich unter ein Bestrahlungsgerät zu setzen, reicht es, sich 2 Stunden dem Tageslicht auszusetzen, das kann auch bei bewölktem Himmel sein. Die Außentemperatur sollte über 10 Grad sein. Auf diese Art ist die Behandlung praktisch schmerzfrei. Die Strahlenintensität in unseren Breitengraden lässt eine Behandlung von März bis Oktober zu. Da es bei den aktinischen Keratosen  nie um eine eilige Notfallbehandlung geht, kann also immer bis dahin mit der Behandlung gewartet werden. 

Einzelheiten der Behandlung: Die Behandlung kann von März bis Oktober bei Außentemperaturen von über 10 Grad durchgeführt werden.

  1. Auftragen von einem chemischen Lichtschutzmittel, um die gesunden Hautpartien zu schützen. Dieses sollte mindestens 15 Minuten vor Beginn der Behandlung einwirken. Ich empfehle gerne Actinica, da es ein Medizinprodukt ist und darüber Studien vorliegen, die nachweisen, dass durch regelmäßige Anwendung Neubildungen verhindert werden können.
  2. Abtragen der stärker verhornten  Stellen.
  3. Die lichtsensibilisierende Salbe dünn  auftragen und sich anschließend für 2 Stunden draußen bei Tageslicht aufhalten, auch bei bewölktem Wetter. Dazwischen sollte nicht mehr als eine halbe Stunde verstreichen. Wenn Sie in der Nähe der Praxis wohnen, können Sie also z.B. nach Hause fahren und sich bequem, wenn vorhanden, auf Ihren Balkon oder die Terrasse setzen. Eine Parkbank, ein Cafe oder eine Eisdiele mit Außenplätzen tun es auch. Sie können sich in die Sonne, aber auch in den Schatten setzen. Bei Regenwetter sollte die Behandlung nicht durchgeführt werden.
  4. Die Salbe mit lauwarmem Wasser gründlich abwaschen und wieder Actinica oder eine milde, pflegende Creme oder Lotion auftragen. Die Salbe wird innerhalb 24 Stunden in der Haut abgebaut, deshalb sollten Sie sich in diesem Zeitraum nicht mehr draußen aufhalten.
  5. Die Nebenwirkungen wie Rötung, Schuppung, z. T. mit Nässen und Krustenbildung sind die gleichen wie bei der konventionellen Therapie. Der Prozess ist meistens nach 2 Wochen abgeschlossen, die kosmetischen Ergebnisse sind hervorragend.
  6. Der Lichtschutz mit Actinica sollte lebenslänglich durchgeführt werden, da es sich um eine chronische Erkrankung handelt und mit Neubildungen gerechnet werden muss. Deshalb sollte eine regelmäßige Überwachung durch den Hautarzt erfolgen. Wenn Sie Rauigkeiten fühlen, die mit der normalen Pflege nicht weggehen, stellen Sie sich bitte wieder bei Ihrem Hautarzt vor.

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